Grundstücksgewinnsteuer

Erwägen Sie in nächster Zeit eine Immobilie zu verkaufen – haben Sie an die Grundstückgewinn­steuer gedacht?

Wenn beim Verkauf eines Grundstückes ein Gewinn erzielt wird, unterliegt dieser im Normalfall der Grundstückgewinnsteuer. Als Grundstücke zählen neben Liegenschaften und Miteigentumsanteile beispielsweise auch im Grundbuch aufgenommene, selbständig und dauernde Rechte oder Mehrheitsbeteiligungen an Immobiliengesellschaften. Die Besteuerung obliegt der Gemeinde oder dem Kanton in dem sich das Grundstück befindet. Bezahlen muss die Steuer der Veräusserer eines Grundstückes, also meistens der Eigentümer. Die Berechnung basiert auf dem Reingewinn des verkauften Grundstückes. Einfach ausgedrückt, könnte die Rechnung etwa so aussehen: Verkaufspreis – Kaufpreis – wertvermehrende Aufwendungen – Gewinnungskosten (z.B.: Handänderungskosten) = Steuerbarer Gewinn. Wichtig ist, dass Sie die wervermehrenden Aufwendungen eindeutig von den Unterhalts- und Reperaturkosten abgrenzen. Es dürfen nur Investitionen angerechnet werden, welche eindeutig den Marktwert und den Nutzen des Grundstückes erhöht haben. Dies sind meistens Neu-, Um- und Einbauten, sowie Verbesserungen von Installationen. Weiter können Sie Aufwendungen verrechnen, die mit dem Erwerb oder der Veräusserung eines Grundstücks untrennbar verbunden sind. Beispiele dafür sind die Mäklerprovision, Kosten der Handänderung oder die Beurkundungskosten.

Wie die Steuer genau berechnet wird, unterscheidet sich von Kanton zu Kanton. In den meisten Kantonen hängt der Steuersatz von der Besitzdauer und der Höhe des Gewinnes ab. Für den Kanton Aargau finden Sie viele hilfreiche Informationen auf www.ag.ch unter der Rubrik Steuern. Dort finden Sie die aktuellen Steuersätze und Beispiele für die Berechnung. Oftmals wird die Höhe der Steuer deutlich unterschätzt. Im Aargau kann bei einer Besitzesdauer von weniger als einem Jahr, 40% des Gewinnes besteuert werden. Ab dem vollendeten 25. Besitzjahr liegt der Steuersatz noch bei 5%. Gewisse Kantone erheben zusätzlich noch einen Spekulationszuschlag auf kurzfristig realisierte Gewinne. Es lohnt sich deshalb, sich genau mit dem Thema Grundstückgewinnsteuer auseinanderzusetzen, bevor Sie ein Grundstück verkaufen. In einigen Fällen sieht das Steuergesetz auch einen Steueraufschub vor. Dies heisst also, dass die Steuer erst bei einem zukünftigen Verkauf fällig wird. Voraussetzungen für den Aufschub sind unter anderem Erbgang,  Erbvorbezug,  Schenkung. Bei Ersatzbeschaffung hängt der Umfang des Aufschubs vom Verhältnis des Verkaufspreises zu dem Preis der Neubeschaffung ab. 

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